Wie alles begann

Wir lernten uns im Dezember 1997 kennen und lieben. Von Beginn an war uns klar, wir wollten mehr vom Leben, mehr Reisen, den Horizont erweitern und gemeinsam das Abenteuer Leben erleben und genießen.

Wir träumten zunächst davon, eines Tages mit einem umgebauten Unimog die Welt zu bereisen.
Eine Idee, die wir aufgrund verschiedener Ereignisse verwarfen.

Im Juli 1999 wurde unsere Tochter Mirijam geboren, im Oktober 2000 unser Sohn Felix. Das änderte unser bisheriges, sehr spontanes Leben stark, wenn auch nicht ganz.
Wir behielten unsere teils verrückten Ideen, passten uns nie an und wurden immer wieder als reichlich merkwürdig abgestempelt. Uns war das egal, denn es waren und sind ja wir, die ihr Leben eigenständig und selbstbestimmt leben wollen.

Im Januar 2017 schauten wir uns mehr zufällig verschiedene YouTube Videos von Menschen an, die teilweise mit Familie um die Welt segelten. Eines davon, wir wissen aber nicht mehr welches es von den gefühlten 100.000 Videos es war, handelte von einer Familie mit 3 Töchtern, die mit einer Fontaine Pajot Saba 50 in der Karibik unterwegs waren. Wir verschlangen dieses Video nahezu und es drehte sich seitdem alles nur noch ums Segeln und das Abenteur die Welt aus einer völlig anderen, uns bis zu diesem Zeitpunkt nahezu unbekannten Perspektive, kennen zu lernen.

Weiterhin faszinierten uns die Berichte von Cat Impi mit Brent und Ana https://www.youtube.com/user/brentandana4/featured, SV Delos https://www.youtube.com/user/briantrautman, Outchasing Stars mit Amy und David Alton https://www.youtube.com/channel/UCKDwgs8H6vi10knucheCpZA, Tasha Hacker von Cheeky Monkey https://www.youtube.com/channel/UCAfTNlPDzH9Iq1JorOZ22Jg, SV Sarean mit Meg und Darren  https://www.youtube.com/channel/UC9p8ChaDOMRyXJNEYRWWhkg

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und und und.

Ab diesem Zeitpunkt waren wir vom Virus der Weltumsegelung infiziert.
Am 28.01.2017 wussten wir: “Das wollen wir auch!”

Wir überlegten ob wir zur Boot nach Düsseldorf fahren sollten, entschieden dann aber dies auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben.

In den folgenden Wochen schauten wir ein Segelvideo nach dem anderen, ganz zum Leidwesen unserer Kinder, die sicherlich gerne mal etwas anderes geschaut hätten, an. Nun sie verzogen sich in ihre Zimmer.

Wir bauten Kontakte zu verschiedenen Weltumseglern auf. Insbesondere Brent und Ana von Cat Impi halfen uns dabei, die Dinge langsam für uns zu sortieren, denn wenn man noch nie gesegelt ist, ist es sehr schwierig die ganze Materie zu verstehen. Aber auch Tasha von Cheeky Monkey, sowie Amy von Out Chasing Stars und Meg und Darren von SV Sarean gaben uns wertvolle Tipps. Wir hoffen wir können uns eines Tages revanchieren!

Am 19.04.2017 fuhren wir mit Mirijam und Ihrem Freund Leon mit dem Auto um Mitternacht los nach La Grande Motte in Frankreich zur International Multihull Boatshow. 1125 km one way!! Man waren wir müde als wir ankamen! trotzdem ließen wir uns nicht davon abbringen, sofort auf die Messe zu gehen.

Es war verrückt! So viele Katamarane! Nur welcher wäre der richtige für uns? Wir waren total überfordert, hundemüde, hungrig. Also bezogen wir erstmal unsere Unterkunft die wir über AIRBNB gebucht hatte. Diese befand sich in einer dieser merkwürdigen Stufenbauten. Die Wohnung machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Wir warfen unsere Sachen hinein und aßen erstmal etwas. Am frühen Abend waren alle fix und foxi. Wir wollten nur noch schlafen.

Am nächsten Morgen machten wir uns schon zeitig auf, um noch einen guten Parkplatz an der Messe zu bekommen und zu frühstücken. Das Frühstück war prima, Pain au chocolat und einen herrlichen starken Kaffee!
An der Messe angekommen stellten wir uns an. Nach einigen Unwegbarkeiten beim Eintritt (die Franzosen waren sich nicht einig wie Schülertickets behandelt werden sollten) konnten wir endlich auf die Messe. Heute blies der Mistral ganz heftig und man hatte den Eindruck, dass die Messezelte gleich weggeblasen würden. Wir begannen unsere Besichtigung bei Outremer und bei Neel beide vertreten durch Kapitän Klaus Tietze. Ein sehr netter Mann. Die Neel 45 gefiel mir (Anne) leider gar nicht. Die Verarbeitung war nicht das, was ich von einem Schiff dieser Preisklasse erwarte. Bei der Outremer 4X war das anders, jedoch wirkte diese auf mich durch die leichte Bauweise, bei der überall auf das Gewicht geachtet wird, ein bisschen, als wäre man mit dem Zelt auf reisen.
Anschließend schauten wir uns die Bali Katamarane an, präsentiert durch Herrn Uli Schürg mit Team. Auch hier muss man sagen, allesamt sehr professionell.

Auf der Suche nach ein paar Sandwiches und etwas zu trinken, stolperten wir fast zufällig über eine Koryphäe des Segelsports und der Blauwasserfahrt. Herr Jimmy Cornell persönlich war anwesend! Wir unterhielten uns sehr lange mit ihm und gewannen auch aus diesem Gespräch wertvolle Hinweise darauf, worauf wir achten sollten und das es durchaus ratsam ist, das Segeln zu erlernen, aber sich nicht tot zu lernen, denn es ist wie im wahren leben, perfektionieren kann man sich nur bei der praktischen Anwendung und das bedeutet, learning by doing.

Als nächstes schauten wir uns noch die Leopard Katamarane an. Diese beeindruckten uns sehr mit Ihrer guten Verarbeitung. Jedoch hatte Jimmy Cornell uns vor dem vorderen Sitzbereich gewarnt, der seiner Meinung nach ein großes Gefahrenpotential auf der Langfahrt bei schwerem Wetter bietet. Durch die große Sitztiefe kann bei überkommender See der Sitzbereich volllaufen, was dazu führt, dass der gesamte Rumpf ein sehr hohes Gewicht tragen muss. Der Ablauf dieses Wassers muss natürlich sehr schnell erfolgen, da einen nachkommende Welle eventuell zum sofortigen kentern führen könnte.

Am späten Nachmittag bot uns Kapitän Tietze die Gelegenheit mit einer Outremer 45 Probe zu segeln. OMG! Das war toll! Die Outremer entpuppte sich doch tatsächlich als die neue “La Vagabonde”! Wow! Es war so toll! Am liebsten wären wir einfach weiter gefahren! Traumhaft! Unsere allererste Fahrt auf einem Katamaran!

Total müde fielen wir 4 abends wieder in unsere Betten, um am nächsten Morgen gestärkt von Pain au chocolat und Kaffee die Schiffe von Fontaine Pajot, präsentiert von Herrn Kohlhas und von Lagoon, präsentiert von Niels Heyde anzusehen. Fragt nicht, wir waren total erledigt durch den Mistral, die lange Autofahrt sowie den Erlebnissen des vorherigen Tages auf der Messe. Die erste Begegnung mit Niels Heyde war ein wenig sonderbar, ich glaube (Anne), ich bin aufgrund meiner Übermüdung ein wenig Tollpatschig aufgetreten und wir hatten nicht gerade die Beste Begegnung. (Sorry dafür lieber Niels)

Wir waren sehr gespannt auf die neue Saona 47, bei der sich allerdings aufgrund eines gesteckten Budgets, weitere Gespräche erübrigten. Die Helia 44 war nicht da, da diese bereits auf der Boot 2017 zu sehen gewesen sei. Schade, denn diese s Boot gefiel uns auch sehr gut.

Bei Lagoon schauten wir uns die Lagoon 42, sowie die Lagoon 450 S, sowie die Lagoon 52 an. Die Lagoon 42 ist ein sehr schönes Boot. Ebenso die 450, allerdings konnte ich die Boote irgendwann nicht mehr auseinander halten. Es waren in kurzer Zeit zu viele Besichtigungen und das Grundwissen über die einzelnen Boote einfach zu gering.

So schauten wir uns am Nachmittag noch in Aigue Morte und Le Garu du Roi um. Aigue Morte ist eine tolle uralte Stadt und wir ließen uns nicht daran hindern, uns mit reichlich  leckerem Wein und Fleur du Sel einzudecken.

Auf der Rückfahrt stoppten wir noch eine Nacht in Alassio, einem kleinen Ort an der Riviera, wo ich als Kind Urlaub mit meinen Eltern gemacht habe und übernachteten in der Pension in der wir früher geschlafen haben. Elda und Aldo waren immer noch da und freuten sich, mich wieder zu sehen. Für mich war es toll, Peter, Miri und Leon mal etwas aus meiner Kindheit zu zeigen. Das Essen war immer noch toll! Abends gab es Vittelo Tonato, es war  einfach köstlich!

Die Heimfahrt führte uns an Bergamo vorbei über die Schweiz nachhause. Gut angekommen zehrten wir noch eine ganze Zeit an den überwältigenden Eindrücken und wir freuten uns schon auf unsere nächste Reise, die uns zur Ancora Boatshow nach Neustadt führen sollte.

W

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